Argentinien

Südamerika Die Wasserfälle von Iguazú

Die Wasserfälle von Iguazú.
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In der Tiefe des Teufelsschlund

Wer die Wasserkraft hautnah spüren will, kann mit motorisierten Schlauchbooten bis unterhalb der Fälle fahren. Angst vorm kühlen Nass darf man allerdings nicht haben. Bei dieser Aktion bleibt keine Faser trocken. Es ruckelt und schaukelt, wenn das Boot auf den aufgewühlten Strömungen tanzt und einen Anlauf nach dem nächsten startet, die johlenden Touristen so nah wie möglich an die herabstürzenden Wasserschleier zu bringen.

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Ebenso adrenalinhaltig und feucht ist ein Blick in den "Teufelsschlund", einem rund 150 Meter breiten und 700 Meter langem Krater in Form eines Halbkreises, in der sich das Wasser gurgelnd 90 Meter in den Abgrund stürzt. Regenjacken erfüllen an diesem Ort nur bedingt ihre Funktion. Am besten man verabschiedet sich von dem Wunsch, die Kleidung nicht nass werden zu lassen und gibt sich der Freilufterfrischung einfach hin. Angesichts der subtropischen Temperaturen sind kurze Hosen und T-Shirts hinterher ohnehin schnell wieder trocken.

Dort in der Tiefe des berüchtigten "Teufelsschlunds", (auf Spanisch: "Garganta del Diablo"), so endet die Legende, verberge sich die böse Schlange Boi, um zu verhindern, dass die beiden Liebenden sich wieder vereinen. Dem am Klippenrand zu einem Palmenbaum erstarrten Tarobá bleibt damit nichts anders übrig, als auf alle Zeit sehnsüchtig den rauschenden Wasservorhang zu bewundern, in den Boi das wallende Haar seiner Liebsten verwandelt hat.

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Autor
Kai Behrmann