Australien

Genussvoll reisen Versteckte Restaurant-Spots: Das Tonka & Lee Ho Fook

Tonka_Melbourne
          
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Ich liebe die kleinen Gässchen, die sogenannten Laneways, die mit Graffiti superbunt daherkommen, die mittlerweile auch eines der Wahrzeichen Melbournes sind. Hier verstecken sich auch kulinarische Hot-Spots, die von außen oft nicht zu erkennen sind. Denn neben verrückten Graffiti-Figuren und Mustern an der Häuserwand, steht oft nur der Name in Leuchtschrift über oder neben einer farbigen Tür. Und reiht sich somit in das bunte Bild mit ein. Meist gibt es auch keine Fenster, so dass man gar nicht hineinschauen kann. Ein solches Restaurant ist z. B. das „Tonka -ursprünglich der Nachtclub „Honky Tonky“, seit 2013 das Tonka. Hier kann man fast sagen, außen harmlos, innen wow. So ein krasser Unterschied. Bloß nicht vorbei gehen. Innen empfängt einen eine riesige offene Küche, die Einrichtung, schlicht modern, im leicht skandinavischem Stil und stylischen „Tüllwölkchen“ an der Decke. Das Tonka ist ein „Modern Indian“-Restaurant mit mediterranem Flair, die indischen Gerichte haben hier eine gewisse Frische – köstlich: das Enten-Korma ist fein abgestimmt mit Birne und roten Pflaumen, das Butter Chicken eins A mit Stern! Einzigartig-genial: Der Salat aus Chrysanthemenblättern, grünem Apfel und Walnüssen, mit Koriander-Honig-Dressing! Unbedingt testen!

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LeeHoFook_Melbourne
Das „Lee Ho Fook“, gleich nebenan im Duckboard Place und das nächste Highlight in der „Graffiti-Ecke, in einem der ehemaligen Woolstores, also Woll-Lagerhäusern. Von außen denkt man eher, es handelt sich um eine Bar. Stimmt auch ein bisschen, unten ist eine kleine Bar, oben das Restaurant, was man von außen aber nicht sehen kann. Der Name bedeutet soviel wie „Good Fortune in your Mouth“, also „Guten Appetit“. Das Restaurant gibt es seit 2016. Chef Victor Liong ist halb Malaie, halb Chinese. Er ist aber schon mit 6
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Jahren mit seinen Eltern nach Sydney gekommen. Er bezeichnet seine Küche als „New Style Chinese Cuisine“ – also schon chinesisch, aber viel frischer, leichter. Vor allem mit super frischen australischen Produkten, wie Kingfish, Barramundi, Jakobsmuschen, Pippies (Muscheln), Blue Swimmer Krabben. Für mich ist die Küche „Modern Australian Chinese. Mein Favorit: Roher Kingfish, eingeschlagen in eingelegten, hauchdünnen, fast durchscheinenden, Kohlrabi-Scheiben, mit Lauchzwiebel-Dressing. Eine echte Überraschung und gleichzeitig sein „Signature-Dish: Knusprige Auberginen, süß—scharf, mit feiner Säure, abgeschmeckt mit Rotweinessig. Unbedingt probieren! Und den Kartoffelsalat mit gebratenen Enokipilzen, Rettich, Koriander und Dill, Knoblauch-Chili-Dressing. Ganz anders, als bei uns, aber super. Der gedünstete Barramundi mit Ingwer und Lauchzwiebelsoße ist auch zu empfehlen, auch der Tofu ist genial. Und, und, und...,
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irgendwie ist alles zu empfehlen. Kein Vergleich zu unseren Chinesen, totally different! Dieser Spot ist auch für Vegetarier ideal. Am besten das 6-Gänge-Menü wählen, dann genießt man die ganze Breite der kreativen Palette.

Übrigens: Sein „Favorite Cocktail“: Apple & Wodka, aus 2 frischgepressten grünen Äpfeln mit 50 ml Wodka und Eiswürfeln. Göttlich erfrischend! Da ruft der Zweite...

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Autor
Kerstin Görn