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Kanada Vancouver Gourmet-Tipps

        
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Vancouver erwartete uns in strahlendem Sonnenschein am Pazifischen Ozean. Und wir erfuhren in den nächsten Tagen warum diese Stadt so sehr an Sydney, Kapstadt oder New York erinnert. Und warum es zu Recht stetig zu einer der drei lebenswertesten Städte in der Welt gewählt wird. Vancouver hat diesen herrlichen Mix aus Wasser, Berge, Strand und Großstadtflair – all-in-one sozusagen. Selbst im Sommer kann man, am Strand liegend bei 25 Grad, noch die schneebedeckten Berge am Stadtrand und Horizont über die Skyline hinweg erkennen. Vancouver ist eine grandiose Stadt. Mit viel Grün, wie dem Stanley Park, viel Wasser und kleinen, trendigen Bezirken wie Gastown, Yaletown oder False Creek. Dazu Granville Island, unser Favorit. Eine kleine Insel, die ganz früher mal den Stadtkern bildete. 

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Übersicht der besten Restaurants in Vancouver:

Farmers Market Granville Island

Foodmarket Vancouver
Granville Island hat einen Farmers Market, der sieben Tage die Woche lokale Produkte anbietet. Ein Paradies für Foodies. Mit großen Kinderaugen betrachtete ich die Auslagen - Früchte aller Art, frisch gebackene, duftende Kuchen, Macarons in zig Geschmacksrichtungen und Farben, Charcuterie und eine große Käseauswahl, die saftigsten Donuts und der beste Kaffee, besonders, wenn man schon frühmorgens dort einkauft und probiert.
Granville Island Market ist ein Muss! Am besten erlebt man die Genüsse des Markts mit der Foodie Tour. Schon gar, wenn man mit Nadja unterwegs ist. Nadja, eine echte Vancouverin, hat die Vancouver Foodie Tours ins Leben gerufen. Sie selbst führt einen zu den Markt-Spezialitäten. Insider-Wissen pur. 2 Stunden lang testet man sich so durch das Granville Market Angebot. Start im Edible, dem Restaurant Granville Islands schlechthin, über JJ Bean’s frischen Kaffee bis hin zu Oyama Sausage, wo es regionale Bison Bresaola oder auch Trüffel-Salami gibt, dazu das leckere Brot von Terra Breads. Die meisten Firmen sind hier schon seit Jahrzehnten auf dem Markt. Den Stand gibt man nie ab. Adresse: Vancouver Foodie Tours 1592 Johnston Street, Vancouver, BC, foodietours.ca

Edible Canada Bistro

Edible Bistro
So lernten wir auch das Edible Bistro kennen. Und kamen dorthin am nächsten Tag nochmal zurück, um dort zu frühstücken, Pardon, zu brunchen. Das Tuna-Tostada, frischer Thunfisch auf einer mexikanischen Weizentortilla mit Avocado, einer delikaten Grapefruit-Ponzu sowie Koriander – großartig! Auch die Salate am Morgen, durchaus üblich, herrlich frisch, der Argula Salad mit gehobelten Möhren, gekochtem Quinoa-Weizenkörnern, frittierten Kichererbsen, Gurken, Tomaten und weich gekochtem Ei – ein Gedicht! Regionale kanadische Küche, frisch vom Markt auf den Tisch. Ein Traum auch die Location, wo man draußen sitzen kann und den Markt in seiner ganzen Lebendigkeit beobachten kann. Granville Island ist zwar ein Treffpunkt für Touristen, aber es gibt eigentlich immer einen Parkplatz, fast immer auch bis zu 3 Stunden kostenfrei – oder man kommt mit einem Boot von False Creek und schippert die gut 5 Minuten übers Wasser – mit einem Traumblick auf Vancouver und Granville Island. Apropos, Granville Island ist nach den Niagara Fällen der meistbesuchte Ort Kanadas. Adresse: Edible Canada Bistro, 1596 Johnston St, Vancouver, BC, ediblecanada.com

Go Fish

Go_Fish_Vancouver
Bester Spot für Fish ‘n’ Chips, mehr eine Fischbude, etwas versteckt am Beginn des False Creek beim Fishermen´s Wharf gegenüber von Granville Island, direkt am Wasser, mit traumhaftem Blick: Rustikale, kleine Holzterrasse, man bestellt von der Kreidetafel – super. Parken ist hier auch kein Problem. Adresse: 1505 1st Ave, Vancouver, falsecreek.com gofish

Ancora Waterfront Dining and Patio 

Gegenüber Granville Island in False Creek befindet sich das Ancora Waterfront. Hier wird peruanisch und japanisch gemischt, vor allem mit fangfrischem Fisch. Mein Tipp: Ancora Glacier – eine Platte für 2: Ceviche mit Heilbutt, Tuna Tartar mit Avocado, Koriander und geröstetem Quinoa, Muscheln in Escabeche-Sauce oder auch frische kanadische Austern in Schnittlauch-Ponzu-Sauce. Alles superfrisch auf Eis serviert und perfekt abgeschmeckt! Und der Blick von der Terrasse auf Granville Island ist nicht zu toppen! Adresse: 1600 Howe St #2, Vancouver, BC, ancoradining.com 

Ancora Waterfront Vancouver

Forage

Hier wird ausschließlich mit lokalen Partnern zusammengearbeitet. Die Speisekarte drückt das im Besonderen aus. Man wählt aus Land, See und Erde. Besonders köstlich: Der Einsatz von Fiddleheads (Farnsprossen) beim gegrillten grünen Spargel oder auch beim Risotto mit Brennesseln und Brie-Käse, garniert mit gerösteten Haselnüssen. Unbedingt die Seafood Chowder bestellen! Und das Turtle Valley Bison Ribeye Steak. Hier ist alles nachhaltig: Möglichst die Energie reduzieren, keinen Abfall beim Kochen erzeugen, Verwendung der Zutaten from nose to tail, from root to leave. Chef Chris Whittaker hat direkten Kontakt zu allen Produktlieferanten, unterstützt die Gemeinden. Und das in lockerer Atmosphäre, viel Holz, Natur und quirliges Treiben. Via Screen lernt man die Produzenten kennen. Adresse: 1300 Robson St, Vancouver, BC, foragevancouver.com

Café Medina

Cafe Medina
Mediterrane Küche trifft hier auf Nordafrika. Auch hier ab 8.00 Uhr Brunch, z.B. mit Fricassee: Braised Short Ribs, Roasted Potatoes, Caramelized Onions, Applewood Smoked Cheddar, Seasonal Greens, darauf 2 Spiegeleier, mit Grilled Focaccia-Brot serviert. Oder man wählt Couscous aus dem Ofen, Harissa Burger, marokkanische Lammbällchen. Reichhaltig und lecker, man bleibt länger und kann den Lunch ausfallen lassen. Es geht aber auch kleiner mit Lachs-Frischkäse-Toast oder Granola. Auch die „Süßen“ kommen voll auf ihre Kosten. Belgische Waffeln mit zehn verschiedenen Saucen zur Auswahl – perfekt! Das Café Medina ist immer gut besucht, besonders von den Vancouviers. So muss man schon mal ein bisschen in der Schlange stehen, aber es lohnt sich! Adresse: 780 Richards St, Vancouver, BC, medinacafe.com

Blue Water Café

Blue Water Vancouver
Wie Gastown zählt auch Yaletown zu den hippen Stadtteilen der Stadt. Viele kleine Restaurants, aber auch noble Etablissements wie das Blue Water Café. In einem ehemaligen Fabrikgebäude residiert Pabst, Headchef von zwei offenen Küchen. Gemäß dem Motto “East meets West” findet sich linker Hand die Raw Bar mit Sushi-Meistern, rechts die offene Küche für die Menükarte. Und mittendrin die Gäste an den Tischen, die alles beobachten und mitverfolgen können. Viel Holz, das Interieur warm und geschmackvoll. Wer Fisch liebt, liegt bei Frank richtig. Frank Pabst ist so etwas wie der Küchenchef von Vancouvers feiner Fischküche. Ob Sushi (köstlich, der Reis perfekt gekocht) oder Fisch (Sabblefish – fabelhaft, japanisch angehaucht, mit Ponzu-Sauce, Shiitake-Pilzen). Der gebürtige Aachener lässt es an nichts missen. 1994 kam er nach Kanada, seit 2003 wirkt er im Blue Water Café in Yaletown. Das Restaurant gehört zu einem der besten Fischrestaurants Nordamerikas. Und ist fast immer ausgebucht. Wie sagte unser Bellmann vom Fairmont Waterfront Hotel doch, als wir nach einem Taxi fragten und die Adresse nannten – in 13 Jahren seiner Tätigkeit hätte er noch keine negative Bemerkung zum Blue Water Café erhalten, immer nur Lob und Begeisterung - nur dann und wann den Hinweis, man hätte gern dort gegessen, doch es sei ohne Reservierung unmöglich. Also – unbedingt hin, aber auch unbedingt vorher reservieren. Adresse: 1095 Hamilton St, Vancouver, BC, bluewatercafe.net

RawBar

Nach dem Shopping in Yaletown sollte man sich einen Break in dieser Bar gönnen, direkt an der Waterfront am Canada Place. Die Sojasoße von Chefkoch Taka Omi ist hier nicht nur köstlich, sondern auch glutenfrei. So ist man auch als Allergiker auf der sicheren Seite. Und das Wasabi wird von ihm frisch von der Wurzel gerieben. Und nebenbei laufen auf einem großen Flatscreen die James Bond-Filme. Super! Im Fairmont Pacific Rim gibt es auch noch ein Cocktail Labor, das einzige „Cockail Lab“ Kanadas. Hier wird hinter einer Glaswand im Labor Pretty Bird oder Candy Cap Magic gemixt und in speziell dafür kreierten Gläsern mit Moos etc. serviert. Echt cool! Adresse: Fairmont Pacific Rim Hotel 1038 Canada Pl, Vancouver, BC, fairmont.com/pacific-rim-vancouver/dining/the-raw-bar

Salmon n’ Bannock

Museumscafé
Inez Cook führt hier mit ihrem Partner Rémi Caudron das einzige Aboriginal Restaurant Kanadas. Sie ist eine Nuxalk, ihr Volk ist in British Columbia angesiedelt. In Kanada werden die indigenen Völker offiziell als First Nations bezeichnet. Im Salmon n‘ Bannock wird nur nach Rezepten der First Nations gekocht und nur mit Produkten aus deren Gebieten. Seit 2010 führt Inez das Restaurant am West Broadway mit 30 Plätzen. Es findet sich stets unter den Top 10 der Stadt. Zu Recht, denn hier spürt man die Kultur der First Nations und deren Heimat nicht nur kulinarisch hautnah. Offiziell gibt es über 600 anerkannte Stämme. Inez recherchierte Rezepte vom Yukon-Territorium im Nordwesten bis nach Ontario. Wenn man Glück hat, kommt die Chefin an den Tisch und erzählt über die Herkunft der Produkte, Geschichten der Produzenten, über die Zubereitung der Gerichte: Der Lachs wird von den Ureinwohnern geangelt, Beeren und Kräuter sind entlang des Yukon gepflückt. Manchmal erzählt sie auch ihre Lebensgeschichte ... Das Signature Dish: Bannock-Lachs-Burger, daher auch der Name des Restaurants. Bannock ist übrigens ein mürber Weizenfladen, frisch gebacken, nach geheimer Rezeptur der Ureinwohner. Adresse: 1128 W Broadway 7, Vancouver, BC, salmonandbannock.net

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Promotion
Autor
Kerstin Görn