Mallorca

Palma de Mallora In Spanien isst man spät am Abend

Die besten Tapas in Palma
       
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Überhaupt ist diese Ecke kulinarisch spannend. In der Parallelstraße „Carrer de la Fabrica“, einer Fußgängerstraße, reihen sich dicht an dicht Restaurant oder Bar aneinander. Mein Tipp: „La Casita“ in der Carrer de la Fabrica 15: ein kleines Restaurant mit neuen Tapas-Ideen. Ich liebe die Tapas-Klassiker, teste gern aber auch mal was anderes, kreatives. Aber aufgepasst, in Spanien, also auch auf Mallorca, essen die Menschen spät, egal ob mittags oder abends. Wir schlenderten gegen 19.00 Uhr in dieser Zone, die Restaurants fingen erst gemütlich an, die Tische draußen zu decken. Also machten wir noch eine weitere Runde. 20.00, 20.30 Uhr ist besser, entspannter für alle! Genial und super köstlich waren die frittierten Auberginen-Chips mit Ziegenfrischkäse und Honig, klingt eigenartig, war aber total lecker. Vielleicht verrate ich euch noch das Rezept.

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Mein Mann hatte Tomatenscheiben mit marinierten Tunastückchen und dünnen, roten Zweibelscheiben belegt, mit einem Balsamico-Dressing. Auch köstlich. Wir probierten uns so durch die kleinen Köstlichkeiten, alles lecker. Und die Weine pro Flasche zu moderaten Preisen, sehr gut dazu.

In diesem Viertel gibt es auch das „Patron de lunares“, Carrer de la Fabrica 30, das mir unser Modechef Jörg Blum empfohlen hatte. Hab es mir angeschaut, ist ein großer „Speisesaal“ in einer ehemaligen Boots- und Fischerhalle gelegen. Leider sehr begehrt und schnell ausgebucht. Spontan hingehen geht gar nicht. Wir haben es versucht, erfolglos. Fand es sehr interessant, nächstes Jahr ist es fällig, dann reserviere ich vorher, hab ich mir jedenfalls schon mal vorgenommen!

Insgesamt ist dieses Viertel noch etwas versteckt, aber es beginnt mehr und mehr trendy zu werden. Auch die kleinen Boutiquen und Interieurläden (wie z. B. Frida Watson, C/D'Anníbal 5) sind toll und ein bisschen individueller als im Zentrum.

Tapas-Menü im 13%

Auch mitten in der Stadt gibt es viele Tapas-Spots, oft in den kleinen verwinkelten Gässchen, schwer zu finden. Eins davon ist das 13% (C/Sant Feliu 13 a), eher eine Weinbar. Wenn man nach Palma reinkommt, am Platz Passeig des Born, gleich am Anfang, wo sich die Filiale des Promifriseurs Udo Walz (nicht zu verfehlen) befindet, einfach weitergehen. Dann an einem Weinfass vorbei ein paar Stufen herunter, dann hat man es geschafft. Hier gibt es mittags ein Drei-Gänge-Tapas-Menü aus einer Sechserauswahl plus Dessert zu 10,80 Euro. Mit dabei gefüllte Paprika, die typischen Papas arrugadas, gekochte Kartoffeln mit Salzkruste mit Mojo-Paprika-Dips. Alles „organic“, auch Hühner und Rindfleisch aus ökologischer Haltung, was für die Spanier, auch Mallorquiner, recht selten ist, aber langsam fängt es an ... Sehr freundlich und vorne auch gemütlich. Die hinteren Tische gehen so, dennoch in Ordnung. 

4 von 7
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Autor
Kerstin Görn