Rumänien

Rumänien bis Serbien Donaukreuzfahrt

Auf einer Kreuzfahrt auf der Donau von Rumänien bis nach Serbien ziehen stille Landschaften und wildes Flussleben vorbei. Am hohen Felsen des Eisernen Tors in den südlichen Karpaten begeistert die größte Donauschleuse.
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Kreuzfahrt auf der Donau? Oh, ja! Das Schiff hat die schönste Farbe, die ein Schiff besitzen kann: schneeweiß. So liegt die "MS Wolga" am Kai von Tulcea, Rumänien, 106 Meter lang, schlank, hübsche zwei Decks flach, mit orangefarbenen Rettungsringen bestückt und einem weiten Sonnendeck ausgestattet. Genau so hat ein Flusskreuzer auszusehen. Noch laufen die beiden 600-PS-Dieselmotoren nicht, und man hört nur die Donau am Rumpf leise schmatzen. Es ist früher Abend, als die Passagiere das Schiff besteigen. Und sofort geschieht etwas mit den Menschen. Aus den Landratten werden Wasserbewohner: Passagiere, leichtherzig Reisende. Die Gäste erkunden das Schiff, die Kabinen mit den großen Fenstern und Bullaugen, die Gänge, den Salon, das Bordrestaurant und das Oberdeck mit dem kleinen Pool. Andrej, Hotelmanager an Bord, und Kathrin, Rezeptionistin, stehen in makelloser Uniform neben der Gangway und weisen den Weg.

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Altstadt Passau
Das Schiff, gebaut in Österreich, jedoch seit Langem unter ukrainischer Flagge und Crew fahrend, gleicht einem liebevoll gepflegten Museum aus den 1970er Jahren, inklusive Viktor, dem Restaurantchef, der mit der "MS Wolga" so verkettet scheint wie ein Anker mit seiner Winde. Er ist die gute Seele des Schiffs, das regelmäßig über die Donau schwebt, stets zwischen dem Delta und Passau, stromabwärts, stromaufwärts. Auf dieser Reise werden die Passagiere auch den wenig bekannten Teil der berühmten Flussroute erleben: die Donau zwischen ihrem Delta und Belgrad. Abendessen. Die Gäste steuern zu ihren Tischen, nehmen Platz auf den Sesseln,  leise Musik dudelt, draußen sinkt Rumänien in die Nacht. Am Tisch sitzen ein Ehepaar und eine Freundin aus Konstanz. Dort kennt man natürlich das Wasser, den Bodensee. "Aber die Donau ist ja etwas ganz anderes", sagt die Dame. Die Donau verbinde zehn Länder. "So viele Kulturen und Eindrücke! Und wir stehen an Deck und genießen einfach die Landschaften." Nach der Suppe und dem Lammragout kommt das Dessert. Ein kapitaler Eisteller mit Himbeeren und einem Turm Schlagsahne. Am Schluss lässt Victor vier ansehnliche Verdauungsschnäpse auf der Tischdecke nieder. 

Infos zur Donaukreuzfahrt:

Viele Reedereien haben große Flotten und die verschiedensten Strecken im Programm. Auf manchen Reisen gibt es Fotoworkshops oder Tanzkurse, auf anderen wird Wein verkostet. Wichtiger als der Anbieter ist das Schiff: Vor der Buchung lohnt sich ein Blick auf Onlineportale wie www.kreuzfahrtferien.de, wo die einzelnen Schiffe verschiedenster Flotten von Reisenden bewertet werden.

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Autor
Hermann Gfellner