Special: Naturschätze Italiens

Molise, Abruzzen & Latium Wölfe, Gämsen, Hirsche

Von Barrea geht der Blick weit über den gleichnamigen See.

Fakten
  • Gründungsjahr: 1923
  • Fläche: 50.000 Hektar
  • Lage: im Grenzgebiet von Abruzzen, Molise und Latium
  • Höhe: 650 – 2.249 m
  • Aktivitäten: Wandern, Reiten, Radfahren, außerdem Baden und Surfen im Stausee Lago di Barrea
  • Besucherzentren: in Villetta Barrea, Pescasseroli, Barrea, Opi, Bisegna, Civitella Alfedena, Pizzone und Castel San Vicenzo
Die Fauna spielt die große Hauptrolle im Park. Symboltier ist der Ursus arctos marsicanus, der marsische Braunbär, der nur hier im zentralen Apennin zu finden ist. An die 50 Exemplare der stark bedrohten Rasse leben im Parkgebiet. Auch Wolfsgeheul ist manchmal zu vernehmen; Hirschherden sprengen über Lichtungen, und wer ein scharfes Auge hat, kann seltene Käferarten im Unterholz beobachten, z.B. den Alpenbock mit seinen lustig schwarz-grün geringelten Fühlern. Knapp 5.000 Insektenarten sollen insgesamt heimisch sein in diesem Park, der sich über drei italienische Regionen verteilt und 1933 als einer der ersten Nationalparks Italiens und nach dem Vorbild des amerikanischen Yellowstone Parks entstand. Sein Herzstück ist die sogenannte Camosciara, ein breites Becken, das in einem weiten Halbrund von hell aufragenden Felsgipfeln umstanden wird und viele Besucher an eine Dolomitenlandschaft erinnert.

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Gilt als schönste ihrer Art: die rare Abruzzen-Gämse.
Hier leben die besonders schön gezeichneten Abruzzen-Gämsen. Es gibt einen Fluss, den Sangro, und einen See, den Lago di Barrea, welcher sich bei näherem Hinsehen als Stausee mit Badestrand entpuppt – an heißen Tagen eine herrliche Abkühlung nach einer ausgiebigen Wanderung.

Unser Tipp: Lassen Sie auf keinen Fall den Rand des Parks aus und besuchen Sie Scanno. Es ist nicht nur ein entzückendes mittelalterliches Dorf, dessen Natursteinhäuser über dem gleichnamigen See den Hang hochklettern. Hier wird auch noch Spitze geklöppelt wie in alten Zeiten – und zwar aus besonders dünnen Baumwollfäden.

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