Gran Canaria

Gran Canaria Fiesta del Charco

Bei der Fiesta del Charco auf Gran Canaria stürzen sich jedes Jahr Menschenmassen in eine Salzwasserlagune, um mit bloßen Händen Fische zu fangen. Komplett bekleidet. Die Ursprünge des etwas bizarren Rituals reichen ins 18. Jahrhundert zurück.
         
1 von 9

Maspalomas, Gran Canaria

Mehr zur kanarischen Insel: Die schönsten Strände Gran Canarias

Anzeige
Auf Gran Canaria werden im Laufe des Jahres mehrere Feste gefeiert. Die "Fiesta del Charco" ist dabei eines der wohl skurillsten. Das "Tümpelfest" wird jedes Jahr am 11. September in dem kleinen Ort La Aldea de San Nicolás an der Westküste der kanarischen Insel gefeiert. Hunderte Menschen versammeln sich um den kleinen Salzwasserteich, den die Flut gespeist hat - und laufen in voller Montur, einige in traditionellem Gewand, in das Wasser.

Ein bizarres Ritual, das bis in das Jahr 1776 zurückreicht. Damals betäubte man die in der Salzwasserlagune schwimmenden Fische mit dem Saft der Kratzdistel und Wolfsmilch und fischte sie anschließend mit bloßen Händen aus dem Wasser. Dieses Schauspiel sah sich der Bischof Francisco Delgado Venegas 1776 an - und empörte sich über die spärliche Bekleidung der Fischer. Er verordnete Kleidungspflicht beim Fischen und Baden - das Tümpelfest war geboren.

Bis heute wird es jedes Jahr am 11. September gefeiert. Um 17 Uhr gibt der Bürgermeister den Startschuss, eine Feuerwerksrakete wird gezündet, woraufhin die Bewohner des Ortes und der ein oder andere Besucher in das Wasser stürzen. Wer die meisten Fische gefangen hat, wird als Held gefeiert. Anschließend wird die Beute gegrillt und bis in die Nacht gefeiert.

Mehr Informationen über das Fest: www.grancanaria.com

1 von 9
Promotion
Autor
Bianca Schilling