Schweiz

Architektur Mario Bottas Bauwerke

Star-Architekt Mario Botta hat auf der ganzen Welt Monumente gebaut. Wir zeigen in einer Fotogalerie eine Auswahl seiner Gebäude.
Chapel Santa Maria degli Angeli
          
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Die Kapelle Santa Maria degli Angeli auf dem Berg Tamaro im Tessin in der Schweiz baute Mario Botta von 1990 bis 1996.

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Die besten Ideen kommen ihm im Halbschlaf, und Urlaub macht Mario Botta auch nicht mehr. Vom Nichtstun werde er krank. "Mein Beruf ist meine Passion", sagt der preisgekrönte Architekt, der auf der ganzen Welt Banken, Schulen, Museen, Kirchen, Bäder, Theater oder auch Einkaufszentren baut, die durch schlichte Formensprache bestechen. "Leider im Tessin viel weniger als anderswo", sagt er. 

MERIAN: Herr Botta, Sie arbeiten in China, Korea, den USA. Wieso sind Sie mit Ihrem Büro ins kleine Mendrisio gezogen?
MARIO BOTTA: Ich dachte, es wäre schön, dort zu arbeiten, wo ich geboren bin. In einer Region, deren Geschichte und Gedächtnis ich kenne und in meiner Arbeit wiederaufnehmen kann.

Welche Inspiration gibt Ihnen die Tessiner Natur?
Das Tessin ist geprägt von Seen und Bergen. Ein Ort, wo sich die Gipfel in der Wasseroberfläche reflektieren, aber auch damit kontrastieren. Als Architekt sehe ich Leben in einem eng umrissenen Raum, der durch eine flache Region sowie die umgebenden Hänge definiert wird. Vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele Kunsthandwerker – die sogenannten Magistri Comacini – diese Region verlassen haben, um ihr Wissen in die ganze Welt zu tragen.

Inwiefern beeinflusst das Tessin Ihre Bauweise?
Mein Baustil versucht, einen Gegensatz herzustellen, einen Dialog, ja auch einen Vergleich zur natürlichen Umgebung. Architektur ist etwas anderes als die Natur. Die einfachen und geometrischen Formen sollen einen Gegenpol zur natürlichen Landschaft darstellen.

Viele Ihrer Bauten sind wie Festungen. Warum?
Architektur ist ureigentlich dafür geschaffen zu schützen, zu beschützen. Menschen leben an einem Ort, weil sie Unterschlupf benötigen. Vielleicht versuche ich deshalb, in meinen Bauten vor allem Geborgenheit vor den Unbilden der Natur zu vermitteln. Architektur ist insbesondere eine Frage des Gleichgewichts zwischen Mensch und Umwelt.

Welches Ihrer Bauwerke bedeutet Ihnen am meisten? 
Mein Herz hängt immer am nächsten Projekt. Klar gibt es eine starke Bindung, während ich am Entwurf arbeite, doch dann gehört das Gebäude einer Gemeinde und bekommt mit einem Mal ganz andere Signifikationen. Es ist im Grunde wie bei den eigenen Kindern unmöglich, eine Rangliste meiner Lieblinge aufzustellen.

Auf www.botta.chhttp://www.botta.ch werden einige Projekte des Architekten in Bild und Wort vorgestellt.

Weitere Informationen über das Tessin: www.ticino.ch

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