Portugal

Portugal Die schönsten Glamping-Plätze der Algarve

An der Algarve in Portugal gibt es wundervoll gelegene Plätze für Glamping, also glamouröses Camping. Wir stellen die schönsten Öko-Lodges und Glamping-Orte von "A Terra" bis "Tipi Algarve" vor.
Jurte von "Tipi Algarve"
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Gänse laufen umher. Die Gräser wehen leise im Wind. Und versteckt im Grünen ragen weiße Planen in den Himmel. Sie gehören zu spitzen Indianertipis, rechteckigen indischen Rajasthan-Zelten und mongolischen Jurten. Hier in der Nähe von São Teotónio wohnen "Glamper": Menschen, die ihren Urlaub abseits von Hotelanlagen verbringen möchten, aber keine Lust haben, Heringe in den Boden zu schlagen und den Schlafsack auszurollen.

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"Glamping" setzt sich aus "Glamour" und "Camping" zusammen. Im Zelt stehen Bett und Schrank, es gibt einen Fußboden und Elektrizität. Einige Unterkünfte sind luxuriöser als die meisten Hotelzimmer – und deutlich schöner gelegen.

Elf Hektar Land haben der Portugiese Francisco de Brion und seine Frau bei São Teotónio gekauft. Die beiden haben darauf Zelte errichtet, die man über eine Holzterrasse mit gemütlichen Korbstühlen erreicht. Bett und Boden sind aus Holz, alles ist liebevoll mit bunten Kissen, Decken und Lichtern dekoriert. "A Terra" haben die de Brions ihre Anlage genannt, Bodenständigkeit soll das ausdrücken – und die enge Verbindung zur Natur. Noch bevor die ersten Gäste vom Hahnenschrei geweckt werden, hat de Brion frischen Orangensaft gepresst und selbst gemachten  Ziegenmilchjoghurt und Eier von den eigenen Hühnern aufgetischt.

Glamping passt perfekt in die Algarve: Zum einen ist das Wetter verlässlich gut, zum anderen fällt das Konzept in eine Nische der portugiesischen Baubestimmungen. Die sind an sich sehr strikt und regeln genau, wie viele Häuser auf einem Grundstück stehen dürfen, aber sie gelten nur für dauerhaft befestigte Unterkünfte – und nicht für Zelte. So wächst die Zahl der Glamping-Plätze im Hinterland der Algarve. Einer der ältesten ist das gut 15 Autominuten von Portimão entfernte "Tipi Algarve", 2008 eröffnet von den beiden Briten Sam und Calvin Newport. Um ihre Jurte, die drei Safari-Zelte und vier Tipis instand zu halten, holen sie sich Freiwillige aus der ganzen Welt. Ihr Angebot: Mitarbeit auf dem Platz gegen freie Logis in den Zelten.

Fast alle Anbieter des Luxus-Campings zählen sich zum "Öko-Tourismus", wie sehr der  Umweltschutzgedanke tatsächlich realisiert wird, ist aber unterschiedlich. Großen Einsatz zeigen Claire und Alexander Versteeg aus den Niederlanden. Ihre "Eco-Lodge Brejeira" bei Silves in der Serra de Monchique betreiben sie ausschließlich mit Sonnen- und Windenergie. Organische Abfälle werden kompostiert und landen später auf den Beeten im Gemüsegarten. Übernachten kann man hier nicht nur in der Jurte, sondern auch im antiken holländischen Zirkuswagen oder in einem kleinen deutschen Feuerwehrwagen, der zum Caravan umgebaut wurde. Wenn man dort die großen
Hintertüren auflässt, ist man der Natur noch ein Stückchen näher.

Sie wollen mehr über die Algarve wissen? Mehr Tipps und Reportagen finden Sie im MERIAN Algarve.

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Autor
Katharina Finke