Italien

Reisetipps für Italien Apulien - grünes Miniaturparadies

... schickte uns auch ein Bild von Matera, einer Stadt in der süditalienischen Region Basilicata, die seit 1993 von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt wird.

Apulien in der südöstlichen Region Italiens lockt mit ursprünglicher Natur, alten Kunstschätzen, duftenden Spezialitäten und echter Gastfreundschaft. Die Region eignet sich hervorragend für eine Rundreise: Städte und Regionen wie beispielsweise Gallipoli, Lecce, Otranto und Alberobello lassen sich mit einem Mietwagen vor Ort besichtigen und zu einem unvergesslichen Trip verbinden. Tauchen Sie ein in die Städte Apuliens - am besten mit unseren Tipps zu den besten Hotels, Restaurants, Shops und Sehenswürdigkeiten, die Wert auf eine ökologische Nachhaltigkeit legen. 

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Wissenswertes über Apulien 

Die Sensibilisierung für die Umwelt fing in Apulien Ende der 1980er-Jahre an, als einige Produzenten aus dem konventionellen Anbau ausstiegen. Die apulischen Biohersteller werden heute auch von Konsortien und Verbänden unterstützt. National anerkannt ist der Verband BIOL ITALIA: Sein Ziel ist die Verbesserung der Qualität von Bioprodukten in Bezug auf ihre organoleptischen Eigenschaften (Geschmack, Aussehen, Geruch, Farbe ohne Hilfsmittel) und ihre Umweltverträglichkeit.

Ein besonderes Anliegen des Konsortiums ist die "filiera corta", das heißt der möglichst kurze Weg vom Hersteller zum Endverbraucher - die Lebensmittel werden regional erzeugt und vermarktet. Das Konsortium Biogargano beschäftigt sich mit der Aufwertung und der Förderung von typischen Produkten aus biologischem Anbau aus dem Gargano. Auch außerhalb des Food-Bereichs kommt die umweltfreundliche Philosophie in Gang: Das Umweltreferat Apuliens hat als erstes in Italien ein Gesetz zur Förderung umweltfreundlicher öffentlicher Anschaffungen verabschiedet, und in Apulien werden derzeit 1200 MW aus Windenergie und 250 MW aus Solarenergie produziert.

Übernachten in Apulien

Biomasseria Lama di Luna
Umgeben von 190 ha Natur liegt diese Öko-Masseria aus dem 18. Jahrhundert am Rand des Parco Nazionale dell'Alta Murgia. Sie wurde nach Kriterien der ökologischen Architektur und im Sinne des Feng-Shui mit natürlichen und ursprünglichen Baumaterialien restauriert. Die Zimmer des Hotels blicken auf den Innenhof und verfügen über Heizung und warmes Wasser aus der Solaranlage. Alles entspricht umweltfreundlichem und nachhaltigem Denken: Die Betten sind aus massivem Oliven- und Kiefernholz, die Matratzen aus natürlichem Latex und das Bettzeug aus unbearbeiteter Baumwolle - selbst die Seife wird aus Olivenöl hergestellt. Um die Masseria herum erstrecken sich 43 Hektar Olivenhaine, dazu gesellen sich Kirsch- und Mandelbäume sowie Rebstöcke. Gefrühstückt wird auf der Veranda mit wunderschönem Blick auf die umliegende Landschaft: Sehr lecker schmecken "bruschette", Marmeladen, Joghurt, Obst und "formaggio" aus eigener Herstellung sowie selbst gemachte Kuchen. Hier kann man stille Abende und Nächte unter einem mit Tausenden von Sternen übersäten Himmel genießen. Die Masseria verkauft ihre eigenen Produkte selbstverständlich in Bioqualität und aus der Region: Weine, Olivenöl und Mandeln. Hunde bekommen hier ein entsprechendes Quartier. Weitere Informationen sowie Preise finden Sie hier: http://www.lamadiluna.com/

agriturismo Masseria sciaiani Piccola
In dieser didaktisch angelegten Masseria befindet sich ein Oköschwimmbecken, das durch ein System von Pflanzen, die in einem anliegenden Teich angesiedelt wurden, auf natürliche und umweltfreundliche Weise gereinigt wird. Das Wasser fließt durch Schichten von Sand und Schotter, wobei die Mikroorganismen es kontinuierlich reinigen. Darüber hinaus kann man sich hier Fleisch, Eier und Gemüse aus eigener Produktion schmecken lassen - und die Pasta wird selbstverständlich noch hausgemacht! Es werden Kurse zur Verkostung und zur Herstellung von Gerichten aus lokalen Produkten sowie Ausflüge zu Fuß, zu Pferd und mit dem Fahrrad angeboten. Von 20 Hektar Macchia umgeben lebt man hier in Trulli mit originalgetreuer Ausstattung oder in den schlicht eingerichteten Zimmern der Masseria.

Essen und Trinken in Apulien

Bioagricola Marchesana
Das Menü im Restaurant des Bauernhofs besteht ausschließlich aus Produkten, die im 22 Hektar großen, angeschlossenen Biobetrieb oder in den umliegenden landwirtschaftlichen Höfen der Region in Ökoqualität hergestellt werden. Auf den Tisch kommt eine traditionelle apulische Küche, wie einst bei Großmuttern. Lamm- und Kaninchenfleisch, Eier, Milchprodukte, Gemüse und Obst, aber auch Wein, Olivenöl, "sottolio" (in Öl Eingelegtes) und Marmeladen kann man hier verkosten und erwerben. Alle Herstellungsverfahren stehen in Einklang mit ökologischen Produktionsmethoden - so kommt das Wasser beispielsweise aus einem artesischen Brunnen.

Einkaufen in Apulien

accademia dei racemi
Zu den Weinen aus biologischem Anbau mit Zertifizierung gehört der fabelhafte Primitivo di Manduria Dunico Masseria Pepe. Er duftet herrlich nach Gewürzen und schwarzen Beeren und bietet sich besonders als Begleiter zu Wildgerichten und scharfen Käsesorten an. Die Böden für den Wein erstrecken sich in der Nähe des Meeres bis hin zu den Dünen, sodass die Rebstöcke hier im Sand wachsen. Info: www.racemi.it

agricola Paglione
Die "pomodori pelati" (geschälte Tomaten) aus biologischem Anbau gelten als die besten Italiens. Der Bioproduzent ist aber auch wegen anderer Delikatessen bekannt, wie "pomodori secchi" (getrocknete Tomaten), "olive giganti" (ganz große Tafeloliven) und extra nativem Olivenöl. Als Endverbraucher kann man sich bei einem Besuch des Gutes selbst eine Vorstellung von den traditionellen und innovativ angewandten Methoden machen. Lucera, SP 116, km 9,8

agriturismo Madonna incoronata
In einem etwa 60 Hektar großen Landsitz mit Macchia und jahrhundertealten Olivenbäumen wird das extra native Bio-Olivenöl Cragni aus der Olivensorte Ogliarola Garganica hergestellt. Geerntet werden die Früchte noch von Hand. Darüber hinaus kann man im Agriturismo, das auch Ferienwohnungen vermietet, Honig kaufen. Info: www.agriturismogargano.it

antica azienda agricola ricucci
Die "marmellata" (Marmelade) aus Zitronen und Orangen aus Bio-Anbau duftet intensiv nach den Zitrusfrüchten des Gargano und wird in entzückenden Gläsern verkauft. Der Landwirtschaftsbetrieb war schon Anfang des 20. Jahrhunderts besonders im Ausland wegen seiner leckeren Konfitüren geschätzt. Info: www.agrumariaricucci.it

Frantoio oleario De Carlo
Der Betrieb rühmt sich seiner hochwertigen extra nativen Bio-Olivenöle, auch mit außergewöhnlichen Duftnoten wie "al limone" oder "al mandarino". Von Hand geerntet, werden die Oliven innerhalb von 24 Stunden in der eigenen Ölmühle verarbeitet. Bis zur Flaschenabfüllung wird das Öl in Edelstahlbehältern unter einem Stickstoffdeckel für den optimalen Erhalt seiner organoleptischen Eigenschaften gelagert. Bio-Oliven in Salzlake gehören auch zum Angebot. Info: www.oliodecarlo.com

Natuzzi
Das Umweltmanagementsystem des Möbelherstellers Natuzzi wurde nach ISO 14001 zertifiziert. Darüber hinaus bemüht sich Natuzzi, kein Holz aus unberührten Urwäldern für seine Möbelproduktion zu erwerben, und experimentiert mit dem nachhaltigen Leder Wet White.

Pastificio Benedetto Cavalieri
Unverwechselbar in der halb durchsichtigen, halb mit Papier bedeckten Packung sind die Nudeln von Benedetto Cavalieri. Die Teigwarenfabrik von 1918 hat nun das Angebot um Bionudeln erweitert: Spaghetti, Penne rigate und Tagliatelle sind die Klassiker. Info: www.benedettocavalieri.com

Tormaresca
Zum Weingut gehört auch die Masseria Maìme, wo der rubinrote Negroamaro Masseria Maime produziert wird: ein exzellenter Wein mit Noten von reifen Himbeeren und Sauerkirschen. Der biologisch wirtschaftende Betrieb aus Bari imponiert mit einer Fläche von 350 Hektar und einer Jahresproduktion von über eine Million Flaschen. Info: www.tormaresca.it

Saubere Strände in Apulien

Die italienische Umweltschutzorganisation Legambiente hat im Jahr 2012 die apulischen Strände von Ostuni und Melendugno unter die zehn umweltfreundlichsten und saubersten Strände in Italien gewählt. In der Provinz Brindisi wird seit Jahren im August von der Organisation Fare Verde die Veranstaltung "Marine ecologiche" (umweltfreundliche Küsten) organisiert. Badegäste werden dazu motiviert, Plastikmüll, Dosen und Papier selbst vom Strand zu sammeln und über Recycling nachzudenken.

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