Rostock

Mecklenburg-Vorpommern Mit der Straßenbahnlinie 5 durch Rostock

Straßenbahnlinie 5 in Rostock

Rostocks alter Kern ist klein. Wer sich die Stadt in all ihren Facetten anschauen möchte, der steige in die Straßenbahn. Deren erste Strecken wurden 1881 in der Innenstadt eröffnet, inzwischen fährt sie auf 35,6 Kilometern und 6 Linien 141 Haltestellen an. Wir empfehlen die Linie 5, die Bahnen auf dieser Strecke machen an den sehenswerten Orten im Zentrum Rostocks Halt und fahren dann durch die Stadtteile, in denen die meisten Rostocker leben.

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Die Haltestellen der Linie 5

1. Stadthalle

Bahnlinie_5_Rostock
Die Halle von 1979 wird gerade zum »Kongress- und Eventcenter« umgebaut. Ende 2017 sollen dort wieder Sportveranstaltungen und Konzerte stattfinden.

2. Hauptbahnhof

Die Straßenbahn hält hier unterirdisch, wer das Bahnhofsgebäude von 1886 sehen möchte, muss zwei Etagen höher.

3. Steintor IHK

Das südlichste der alten Stadttore steht seit dem 13. Jh. an diesem Platz, flankiert wird es zur Stadtseite hin von zwei Greif-Skulpturen. Auffallend ist der Bau nebenan: das alte Ständehaus, Ende des 19. Jh. erbaut und heute Sitz des Oberlandesgerichts. Wenn möglich, dann werfen Sie einen Blick hinein!

4. Neuer Markt

Rostocks großer Marktplatz (Marktstände Mo bis Sa) war vor dem Zweiten Weltkrieg rundum bebaut. Die Bahn hält an seiner Ostseite vor dem Rathaus. Gegenüber sind noch einige historische Gebäude erhalten, z.B. die Nummer 13, in der seit dem 16. Jh. eine Apotheke beheimatet ist.

5. Lange Straße

Schauen Sie aus dem Fenster auf der Fahrt durch die Lange Straße, die zu DDR-Zeiten als Prachtmeile durch die Altstadt geschlagen worden ist. 

6. Kröpeliner Tor

Das prachtvollste der einst 22 Stadttore ist 54 Meter hoch. Bis Mai 1961 fuhr die Straßenbahn hindurch, heute hält sie um die Ecke am Ende der Langen Straße. In den Innenräumen zeigt die Geschichtswerkstatt Rostock eine sehenswerte Ausstellung über die alte Stadtbefestigung.

7. Doberaner Platz

Der zentrale Platz der Kröpeliner-Tor-Vorstadt – ideal als Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch Rostocks lebendiges Kreativ-Viertel.

8. Kabutzenhof

Laufen Sie von hier zur Warnow, dort steht die Gedenkstätte revolutionärer Matrosen, kurz: Matrosendenkmal. Unterhalb fährt die Fähre nach Gehlsdorf (ca. alle halbe Stunde, Fahrtzeit fünf Minuten). Setzen Sie über, Ihr Ticket gilt auf dem Boot! Wenn Sie gleich wieder die nächste Fähre zurück nehmen, dauert der Perspektivenwechsel alles in allem rund 20 Minuten. Und dann eine Pause: bei der »Schokoladerie de Prie« am Warnowufer 59, nicht weit von der Anlegestelle.

9. Maßmannstraße

Von der Haltestelle sehen Sie schon das ehemalige Gelände der Neptunwerft. Eine der Hallen ist seit Sommer 2008 ein Einkaufszentrum mit Supermärkten. Holen Sie sich ein Getränk oder einen Snack und schlendern Sie zwischen Kränen und Hallen, die teils für Kulturveranstaltungen genutzt werden.

Hafenrand Lübeck

10. Holbeinplatz 

Noch steht die Heinkel-Mauer, vor der Haltestelle rechter Hand. In den 1930er Jahren wurde sie aufgestellt (damals 85 Meter lang und elf Meter hoch), um die Produktionshallen der Heinkel-Werke zu verdecken. Dass sie bald Bauvorhaben weichen muss, ist so gut wie beschlossene Sache, also gehen Sie jetzt hin!

11. Kunsthalle

Kunstfreunde: aussteigen! Und zur aktuellen Ausstellung ein Getränk im Café mit Blick auf den Schwanenteich genießen!

12. Mecklenburger Allee

Der Rest der Strecke (25 Minuten Fahrt) ist ein sehenswerter Querschnitt durch Rostocks jüngere Baugeschichte: Erst kommt Reutershagen, das als Gartenstadt anfing, dann Marienehe und die schier endlosen Plattenbau-Siedlungen von Evershagen, Lütten Klein und Lichtenhagen.

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