München

Grüne Großstadt Rundgang durch den Englischen Garten in München

Englischer Garten

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt! In und um München kann man exzellent Skifahren und Rodeln. Die Winterolympiade 2018 kann als kommen.

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München, als drittgrößte Stadt Deutschlands und Landeshauptstadt von Bayern, besitzt einen grünen Schatz, der inmitten der turbulenten Großstadt-Hektik liegt: der Englische Garten. Nicht nur Touristen aus aller Welt bestaunen die 375 Hektar große Grünanlage mitsamt ihren Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Münchner selbst nutzen ihren Großstadt-Garten zu jeder Jahreszeit. Der Park teilt sich in zwei Gebiete: den nördlichen Teil - auch Hirschau genannt - sowie den südlichen Teil, der aus einer 1789-1792 angelegten Parkanlage entstand. Die Grenze der beiden Teile bildet der vierspurige Isarring.

Folgen Sie unserer Route oben auf der Karte und verpassen Sie keine Sehenswürdigkeit im Englischen Garten in München. 

Start und Ende der Tour: Englischer Garten

Kilometer insgesamt: 6 km

Dauer: Tagesausflug

Das kann ich erwarten: Ein Wegenetz, das über 70 km lang ist, viele Bäche, noch mehr Bäume und ein ländliches Lebensgefühl inmitten einer 1,3 Millionen-Einwohner-Stadt 

Die Route durch den Englischen Garten im Überblick

Etappe 1: Stauwehr Oberföhring 

Stauwehr Oberföhring
Unsere Route startet im nördlichen Teil des Englischen Gartens an der Stauwehr Oberföhring. Dieser verbindet den nördlichen Teil des beliebten Garten Münchens mit dem Stadtteil Oberföhring. Ein beeindruckender Anblick, der einen dort erwartet: der Kanal kann bis zu 150 Kubikmeter pro Sekunde aufnehmen und sorgt dafür, dass die Isar um etwa sechs Meter aufgestaut werden kann. Kleiner Tipp: Als Fußgänger gibt es an der Nordseite des Gebäudes eine Brücke, die Sie zur anderen Seite bringt und Ihnen während des Übergangs einen einmaligen Überblick auf die Stauanlage gewährt. 

Etappe 2: Seehaus im Englischen Garten

Spa-Hotels Allgäu
Wenn Sie nun nach links abbiegen und südlich Richtung Stadtkern gehen, führt Sie unser Weg für die nächsten zwei Kilometer entlang der Isar zu einem empfehlenswerten Restaurant, dem Seehaus im Englischen Garten. Es liegt direkt am Ufer des Kleinhesseloher Sees und verfügt neben vielen hellen Räumlichkeiten auch über einen Pavillon, der zu jeder Tageszeit eine wunderbare Kulisse abbildet. Das Highlight ist jedoch ein typisch bayerischer Biergarten, der sich rund um das Restaurant erstreckt und auf dessen großräumiger Terrasse Sie sich genüsslich ein Maß oder eine Weißwurst schmecken lassen können. Immer dabei: ein wunderbarer Blick auf den Englischen Garten - egal ob Sommer oder Winter. Kleiner Tipp: Jeden Montag bis Donnerstag von 17 bis 19 Uhr ist Happy Hour im Seehaus. Hier gibt es das Maß Paulaner Hell oder Radler für 7 Euro. Für 14 Euro gibt es ein Obatzda, Wurstsalat oder 1/2 Hendl mit einer kleinen Brezel sowie ein Maß Hell (oder Radler).

Adresse: Seehaus im Englischen Garten, Kleinhesselohe 3, 80802 München, Tel.: +49 89 381 613 0, www.kuffler.de/de/seehaus.php

Etappe 3: Rumfordschlössl

Auf Ihrem Weg weiter südlich des Parks gelangen Sie zu einem klassizistischen Gebäude, dem Rumfordschlössl (Rumfordhaus). Es wurde 1791 als Offizierskasino gebaut und nach dem Reichsgrafen von Rumford, Sir Benjamin Thompson, benannt. Früher fanden hier Abendveranstaltungen mit bis zu 150 Gästen statt. Heute, nach Renovierungsarbeiten aufgrund von Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs, wird das historische Gebäude vom Kreisjugendring als Jugendtreff mit Schwerpunkten in Umweltpädagogik, Kinderkultur und Hausaufgabenbetreuung genutzt. Auch trägt es seither den zusätzlichen Namen "Natur- und Kulturtreff". 

Adresse: Rumfodschlössl, Englischer Garten 5, 80538 München, Tel.: +49 89 341197, www.rumfordschloessl.de/

Etappe 4: Chinesischer Turm

Chinesischer Turm
Nur ein paar Schritte weiter, unweit des Rumfordhaus entfernt, befindet sich die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Grünanlage in München: der Chinesische Turm. Mit einer Höhe von 25 Metern ist der Holzturm im Baustil einer Pagode eigentlich auch nicht zu übersehen. Er wurde in den Jahren 1789 bis 1790 erbaut und gilt bis heute als das Wahrzeichen des Englischen Gartens. Leider darf der Turm seit den 70er Jahren nur noch von Blaskapellen betreten werden, die dort regelmäßig Auftritte haben. Einen dieser typisch bayerischen Musik-Auftritte können Sie im dazugehörigen Biergarten am Chinesischen Turm bei einer Brezn oder einem Maß Bier genießen. Um einen Sitzplatz im Biergarten brauchen Sie übrigens nicht fürchten: mit rund 7000 Sitzplätzen gehört der Biergarten zu den größten Lokalitäten in München.

Kleiner Tipp: An jedem dritten Juli-Sonntag wird der Kocherlball am Chinesischem Turm gefeiert, eine Volkstanzveranstaltung, die von 6 bis 10 Uhr morgens stattfindet und bei der Jung und Alt das Tanzbein schwingen. 

Adresse: Biergarten Chinesischer Turm, Englischer Garten 3, 80538 München, Tel.: +49 893838730, www.chinaturm.de/

Etappe 5: Monopteros

Monopteros
Es hat schon etwas majestätisches, so, wie der tempelartige Rundbau von 1836 auf dem südlichen Hügel in Münchens größtem Garten thront. Von der 15 Meter hohen Plattform haben Sie einen wunderbaren Ausblick auf die üppige Natur der Anlage. Der Tempel an sich hat eine Höhe von 16 Metern und wurde nach klassizistisch-griechischem Stil von Leo Klenze entworfen. In den 60er Jahren trafen sich am Monopteros vordergründig Alternative und Kleinkünstler sowie Hippies, wodurch der Tempel als Symbol der Gegenkultur und später auch als der Weltoffenheit bekannt wurde. Flanieren Sie hier ruhig ein paar Minuten auf der grünen Wiese und genießen Sie die herrliche Stimmung, bevor es dann weiter zur nächsten Etappe geht. 

Etappe 6: Japanisches Teehaus Kanshoan

Im Englischen Garten ein kleiner Geheimtipp und selbst bei den Münchner nicht unbedingt bekannt: das Japanische Teehaus Kanshoan. Am südlichsten Spitzel des Parks, nicht weit von der berühmten Eisbachwelle entfernt, befindet sich das kleine Gebäude zu Ehren Japans. Es wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 vom Freistaat Bayern gestiftet. Was Sie hier zu sehen bekommen, gibt tiefe Einblicke in die Kultur Japans. Gezeigt wird hier zu regelmäßigen Terminen und in kleinen Gruppen der japanische Teeweg, auch bekannt als die japanische Teezeremonie. Eine Vorstellung dauert etwa eine Stunde und kostet 8 Euro Eintritt. Kinder bis 12 Jahre zahlen einen Unkostenbeitrag von 4 Euro. In dem Betrag enthalten ist eine kleine Süßigkeit sowie eine Schale Tee. Die genauen Daten zu den jeweiligen Terminen finden Sie auf der Website des Japanischen Teehaus. 

Adresse: Japanisches Teehaus Kanshoan, Prinzregentenstraße 1, 80538 München, Tel.: +49 89 224319, www.urasenke-muenchen.de/ 

Etappe 7: Eisbachwelle

Eisbachwelle
Neben vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten gibt es am südlichen Teil der Parkanlage im Stadtteil Schwabing auch ein Highlight, das besonders Sport- und Surfbegeisterte erfreuen wird: Die Eisbachwelle. Sie ist unweit des Teehauses gelegen und stellt auch zugleich das Ziel unseres Rundgangs durch den Englischen Garten in München dar. Für Surf-Anfänger ist die Eisbachwelle allerdings nicht geeignet. Wer hier ins Wasser steigt ist mindestens Profi - ungeübt sollte man unter den Augen vieler Touristen nicht unbedingt aufs Surfbrett steigen, denn so ganz ungefährlich ist der Wellenritt hier nicht. Baden und Schwimmen ist an der Eisbachwelle nicht erlaubt. 

Promotion
Autor
Jessica Kuch