Vietnam

Für jedes Budget Die besten Hotels in Vietnam

Das "Six Senses Resort" auf dem entlegenen Archipel Con Dao
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Kolonialhotels: Wohnen in alten Palästen

Ana Mandara Villas Resort
Fast ein Jahrhundert dauerte die französi­sche Kolonialzeit in Vietnam, die erst mit der Indochinakonferenz 1954 endgültig zu Ende ging. Kein Wunder also, dass viele Bauten jener Zeit das Land bis heute prä­gen, darunter auch stattliche Hotels. Das 1901 eröffnete Metropole in Hanoi beher­bergte illustre Gäste wie François Mitter­rand oder Charlie Chaplin, der hier mit seiner dritten Frau Paulette Goddard die Flitterwochen genoss. Heute gehört das Hotel als Teil der Sofitel­-Kette zu den bes­ten und teuersten Adressen des Landes. Den sozialistischen Weg gingen dagegen das 1880 eröffnete Continental und das Majestic. Beide liegen in Ho-Chi-­Minh­-Stadt und gehören heute dem Staatsbe­trieb Saigon Tourist. Der Service ist etwas hölzern und die Technik veraltet, dafür sind besonders im »Continental« die Zim­mer großzügig geschnitten, die 55 Quadratmeter große Premium­-Suite kostet unter 150 Euro. Liebe zum Detail spielte aller­dings bei der Restaurierung kaum eine Rolle, erwarten Sie also kein stilechtes Interieur! Ganz anders ist das bei den 17 Villen aus den zwanziger und dreißiger Jahren, die am Rand von Da Lat in einer schönen Gartenanlage mit Pool stehen. Im Ana Mandara Villas Resort (Foto) sorgen alte Kamine und Kleinigkeiten wie der Originalschalter für den Deckenventilator für eine gediegene Atmosphäre.

Metropole Hanoi, 15 Ngo Quyen www.so tel.com/Hanoi

Continental Ho-Chi-Minh-Stadt, 132 Dong Khoi, www.continentalsaigon.com

Majestic Ho-Chi-Minh-Stadt, 1 Dong Khoi www.majesticsaigon.com

Ana Mandara Villas Da Lat, Le Lai www.anamandara-resort.com

Resort am Wasser: Reif für die Villa auf der Insel

Das "Six Senses Resort" auf dem entlegenen Archipel Con Dao
Es gibt sie noch, die einfachen Herbergen für Rucksacktouristen – aber sie haben eine Menge Konkurrenz bekommen. Inter­nationale Hotels haben das Land als Ziel für anspruchsvolle Gäste entdeckt und stampfen immer luxuriösere Hotels aus dem Boden, viele davon am Küsten­streifen zwischen Da Nang und Hoi An. Ein Musterbeispiel ist The Nam Hai, eines der elegantesten Resorts in Asien. Die Gäste wohnen in Villen, die an kaiserliche Gemächer erinnern. Schon die kleinste misst 80 Quadratmeter und kostet mehr als 500 Euro.

Ein exklusives Robinson­ Crusoe­Gefühl vermittelt das Six Senses Resort auf der ehemaligen Gefängnisinsel des Archipels Con Dao. Vor azurblauem Wasser fügen sich auf der schönen Anlage Holzvillen mit Pool zwischen den weißen Strand und die grünen Berge. Aber auch weniger teure Resorts bieten oft viel Kom­fort und guten Service. Das Anantara Hoi An Resort etwa ist eine gut geführte Anlage direkt am Fluss in Hoi An. Die Gäste ent­spannen sich morgens beim Yoga, erkun­den dann mit kostenlos zur Verfügung gestellten Fahrrädern die Umgebung oder legen sich im Schatten der Palmen an den Pool und freuen sich abends über frische Blumen auf den Zimmern.

Wer auf Klima­anlage und Luxus verzichten kann, ist auch im einfachen Whale Island Resort gut aufgehoben. Mit einer Fähre gelangen die Gäste auf die kleine, bewaldete Insel nörd­lich von Nha Trang. Die Gäste wohnen in Bungalows, am Sandstrand stehen bequeme Liegen bereit. Wer will, kann ein Kajak mieten, jeden Morgen startet außerdem ein Schnorchel­-Ausflug zu einem nahen Korallenriff. Und abends sitzt man an der Bar und genießt direkt am Wasser den Sonnenuntergang. Ein schöner Rückzugs­ort mit Zimmern ab 50 Euro pro Nacht.

The Nam Hai www.ghmhotels.com/de

Six Senses Con Dao www.sixsenses.com

Anantara Hoi An Resort www.anantara.com

Whale Island Resort www.anislandinvietnam.com

Homestays: Dein Haus ist mein Haus

An Thoi
Sie sind wie Überraschungseier: Bei Privatunter­künften weiß man vorher nie, was drinsteckt. Ich stehe in einer völlig untouristischen Ecke von Hue, in der Hand die Route von Linh, die mir den Weg zu seinem Elternhaus erklärt. Mein neues Zuhause für zwei Tage liegt versteckt hin­ter einem Tor, Linhs Mutter heißt mich mit strah­lendem Lächeln und ohne ein Wort Englisch willkommen, die Oma guckt etwas misstrauisch. Ich wohne im ehemaligen Kinderzimmer und genieße diese ruhige Hinterhofoase mit Balkon und Garten. Selbst die Oma scheint mich irgend­wann, na ja, akzeptiert zu haben. Geschätzt gibt es über 1000 Home­stays im Land. Und es werden immer mehr: Durch Portale wie Airbnb ist das Wohnen bei Privatleuten nur einen Klick entfernt. Wer sich für diese Art von Unterkünften entscheidet, sollte nicht zu festgelegte Erwartungen haben. Das Golden Lantern in Hoi An etwa entpuppt sich als hippieske Glamping­-Herberge: Das Homestay der jungen Trang besteht aus Bambushütten mit Freiluft­-Badezimmern, die neben dem Familienhaus stehen. In Ho­-Chi­-Minh­-Stadt tauche ich unverhofft in die Underground-Szene ein: Minhs Apartment liegt wunderbar zentral, aber in einem dunklen Hinterhof, in den ich mich sonst nie hineingewagt hätte. Dann wäre mir aber entgangen, dass sich hier offene Ateliers junger Designer, hübsche Cafés und fancy Bars verstecken.

Linh in Hue www.airbnb.de

Golden Lantern Hoi An www.goldenlanternhoian.com

Minh in Ho-Chi-Minh-Stadt www.airbnb.de

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