Südafrika

Die Traumtour Entlang der Garden Route in Südafrika

Hängebrücke entlang der Garden Route

Route: Kapstadt >Grabouw >Hermanus Greyton > Cape Agulhas > De Hoop > Knysna > Plettenberg Bay >Port Elizabeth

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Kilometer: knapp 800 Kilometer auf der N2 (ohne Abstecher)

Highlights: die Wale von Hermanus, Südafrikas südlichster Punkt, die Lagune von Knysna, ein Rekord-Bungeesprung und die Elefanten im Addo National Park

MERIAN-Tipp: Buttonquail Private Nature Reserve: Appletiser Rd, Grabouw, www.elginhills.co.za, Dassiesfontein: an der N2 zwischen Botrivier und Caledon, www.dassies.co.za, De Hoop: N 2 bis Bredasdorp, dann die R319 Richtung Swellendam bis zum Schild, das rechts nach De Hoop weist (ab da 35 km Schotterpiste), www.dehoopcollection.com

Luxus Zeltlager in der Schlucht bei Grabouw

Roadtrip Südafrikas Westküste
Von Kapstadt geht es Richtung Osten, mit Biltong, Samosas und Ingwer-Bier im Gepäck. Die Strecke ist einfach: der N 2 folgen und, ganz wichtig, sie manchmal auch rechts und links liegen lassen. Das Herz der Garden Route liegt zwar genau genommen zwischen Mossel Bay und Port Elizabeth, für die meisten beginnt die Fahrt aber bereits in Kapstadt. Durch den dichten Verkehr von Somerset West kommt der Wagen nur im Schneckentempo voran, dann rollt er über den Sir Lowry’s Pass. Ab hier bestimmt die Natur das Tempo. Vereinzelt sind auf den Strommasten Fischadler, auf den Feldern Graureiher und am Straßenrand Schildkröten zu sehen. Bald schon lohnt es sich, den Fuß vom Gas zu nehmen: für eine Nacht im Luxus-Zeltlager Buttonquail Private Nature Reserve in einer dicht bewaldeten Schlucht bei Grabouw. Ein Bad nehmen, im Himmelbett schlafen und inmitten wilder Natur aufwachen.

Traditionelles Frühstück vor der Weiterfahrt

Zum späten Frühstück ist es nicht weit, zwischen Botrivier und Caledon taucht ein lang gestrecktes Flachdach mit der Aufschrift "Dassiesfontein" auf: ein typischer padstal – ein Wegelädchen, wie sie die ersten Siedler bauten, um nachkommende Trecks zu versorgen. Das Angebot reicht von Wolle bis zum Wanderstiefel, dazwischen Dörrfleisch, Sonnenhüte, Wasserkessel, Kernseife und Marmelade.

Whale-Watching in Hermanus

Jetzt heißt es: runter zum Meer. Fahren Sie die N2 circa zehn Kilometer zurück und nehmen Sie dann den Abzweig nach Hermanus, einst ein kleiner Fischerort, heute weltbekannt – weil zwischen Juli und Dezember Walmütter mit ihren Kälbern vor der Küste entlangziehen. Whale-Watching-Boote und Glocken läutende Ausrufer halten Besucher über jede Sichtung auf dem Laufenden.

Hinein in das Dorf Greyton

Zurück auf der N2 führt bald eine Straße landeinwärts in das Dorf Greyton, wo viele Kapstädter am Wochenende ausspannen. Es gibt kleine Geschäfte, nette Cafés und grüne Berge zum Wandern. Ein Auto braucht man hier nicht, nur etwas Zeit zum Genießen.

Cape Agulhas, die wahre Südspitze

Der nächste Morgen beginnt mit einem Umweg: runter von der N2 Richtung Cape Agulhas, weniger bekannt als das Kap der Guten Hoffnung, aber die wahre Südspitze Afrikas. Sie trennt den Atlantik vom Indischen Ozean. Der Schotter prasselt gegen das Auto, Staub vernebelt die Sicht, Schlaglöcher zwingen zum Herunterschalten. Gut so, auch kein Einheimischer brettert hier.

Viel zu sehen ist an diesem Kap nicht, nur Ozean soweit das Auge reicht.

Sonnenuntergang und Braai in De Hoop

"Platboombaboon", so nennt Leser-Fotograf Christian Musolff sein Foto mit Pavian (englisch "Baboon"). Aufgenommen wurde es im Januar 2007 in Kapstadt, an einem Strand in unmittelbarer Nähe des berühmten Kaps der Guten Hoffnung, auch "Platboom" genannt.
Es geht auf Schotterpisten weiter: ins De Hoop, eines der schönsten Nature Reserves Südafrikas mit menschenleeren Stränden und Buchten. In der kargen Landschaft sind Buntböcke, Elenantilopen und Gazellen zu sehen, auch Wüstenluchse und Leoparden leben hier, verstecken sich aber meist zu gut. Traditionelle kap-holländische Bungalows und Rundhütten laden zum Bleiben ein. Erst geht es mit einer Flasche Weißwein zum Sonnenuntergang auf eine Düne, dann zum Braai – Afrikaans für Grillen.

Bummeln in Swellendam

Nächste Station ist Swellendam mit einem schönen viktorianischen Zentrum: perfekt zum Bummeln und Rooibosteetrinken. Dann heißt es volltanken und Gas geben, landschaftlich gibt es erst mal wenig Abwechslung: Felder, Farmen und die Ruinen kleiner, weißgetünchter Häuschen, in denen früher Landarbeiter lebten. Das Lokalradio spielt Volksmusik in Afrikaans und Kwaito, den Hip-Hop der Townships.

Wilderness National Park

Nächster, mindestens kurzer Stopp: der Wilderness National Park, eine Landschaft aus Seen, Teichen und Mooren und ein Paradies für Vögel. Dann ist man schon fast in Knysna.

Dort gibt es mindestens zwei gute Gründe für eine ausgiebige Pause: eine sehr schöne Lagune und einen uralten Wald, in dem der Legende nach wilde Elefanten leben. Zwischen den Bäumen sind viele Läufer unterwegs, die sich auf den einzigen schattigen Marathon des Landes, den Oysterfestival- Marathon, vorbereiten. Der Nachbarort Plettenberg Bay, kurz "Plett", ist so etwas wie das Palma des Western Cape: ein trubeliger Urlaubsort mit entsprechend vielen Schildern: "Wir sprechen Deutsch!"

Hängebrücke über die Mündung des Storms River

Noch einmal tanken, dann auf zur Bloukrans-Brücke, die sich über den Bloukrans River spannt – und auf keinen Fall den Abzweig zum "Bungee Jump" verpassen. Der Sprung von der Brücke gilt als der höchste Bungee Jump der Welt und ist entsprechend gefragt. Wanderer biegen kurz danach von der N2 ab: zur Hängebrücke über die Mündung des Storms River.

Stopp in Jeffreys Bay

Jetzt ist es nicht mehr weit bis Jeffreys Bay: einen der besten Surfspots der Welt. Hier trifft sich die Top-Liga der Brettsportler jeden Juli zu Wettkämpfen, die auch für Zuschauer ein großartiges Spektakel sind. Die Szene ist bunt, cool und ein bisschen "hippie", die Gästehäuser sind durch die Bank bezahlbar. Gute Nacht!

Port Elizabeth und der Addo Elephant National Park

Südafrika Leserreise
Auf zur letzten Etappe: in die Hafenstadt Port Elizabeth, oft nur P.E. genannt, zum Schauplatz einer traurigen Liebesgeschichte: Sir Rufane Donkin, erster Gouverneur des Ortes, benannte ihn nach seiner Frau Elizabeth, die nach der Geburt ihres Kindes gestorben war. Über ihren Verlust kam er nie hinweg, er ließ sogar ihr Herz einbalsamieren. Am 26. Hochzeitstag nahm er sich das Leben. Der Donkin Heritage Trail erinnert mit 51 viktorianischen Bauten und Gedenkstätten an diese Zeit der ersten Siedler.

Ausrollen lassen bis zum Addo Elephant National Park, Heimat nicht nur für über 600 Elefanten, sondern auch für Löwen und Hyänen. Bleiben Sie über Nacht im Camp und genießen Sie ein letztes Mal die wilde Seite der Garden Route.

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